Dienstag, 9. Dezember 2014

3rd month - review

3 Monate sind nun schon vorbei. Irgendwie kommt es mir einerseits vor, als wäre ich erst ganz kurz hier, andererseits kommt mir die Verabschiedung von Freunden und Familie vor, als wäre sie in einem anderen Leben gewesen (war sie ja irgendwie auch, vllt liegt's daran:D) aber auf jeden Fall als wäre es ewig her. Inzwischen habe ich mich schultechnisch echt richtig gut eingelebt, komme mit den Kursen gut klar, habe Leute gefunden, mit denen ich beim Mittagessen sitze und in fast jedem Kurs nette Leute gefunden, mit denen man sich unterhalten kann.
 Trotzdem war der 3. Monat von einer Sache ziemlich geprägt: So richtige Freunde habe ich noch nicht wirklich gefunden, worüber viele erstaunt waren. Ich selber ehrlich gesagt auch, vor allem weil ich das Gefühl habe, an meiner alten Schule deutlich schneller Anschluss gefunden zu haben. Realistisch betrachtet ist es aber relativ normal. Da ich mit meiner Familie super beschäftigt bin und eigentlich nie nichts zu tun habe, bin ich schonmal gar nicht darauf angewiesen, mich irgendwo dranzuhängen um nicht alleine zu sein, wie es vorher war. Außerdem habe ich vorher einige Freunde durch meine Gastschwester kennengelernt. Die habe ich zwar jetzt auch, aber irgendwie ist es ja anders, weil es ja nicht von ihr aus kam, mich aufzunehmen und sie auch eher ein ruhiger zurückhaltender Mensch ist. Durch den A- und B-Tag Stundenplan sieht man außerdem die Leute seltener, wodurch man auch weniger Zeit mit ihnen verbringt. Zu einer Jugendgruppe oder Ähnliches gehe ich ja im Moment auch nicht mehr und für einen Club hätte ich gar keine Zeit (davon abgesehen, dass ich gar nicht die Möglichkeit hatte, einem Sportteam etc. beizutreten, weil ich mittem im Jahr kam). Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich das gerade so ausführlich erzähle. Hauptsächlich glaube ich, weil ich das Gefühl hatte, dass ich die einzige bin, der es so geht. Obwohl es ja 'theoretsch alles Sinn macht, dass es mir an meiner ersten Schule leichter fiel', habe ich das selbst nicht wirklich verinnerlichen können. Ich hatte einfach viele Momente, in denen ich plötzlich Panik kriegte, keine Freunde zu finden, sozial abgeschottet zu sein, enttäuscht zurückzukehren im Sommer mit dem Gedanken, dass es das alles nicht wert war. Wobei mir natürlich klar war, dass all das absolut nicht passieren wird.
Inzwischen weiß ich aber: Manchen geht es dabei ähnlich, anderen nicht, weil sie gar nicht erst darüber nachdenken und die Dinge mehr nehmen wie es kommt. Im Moment wünsche ich mir, ein bisschen mehr von dieser Fähigkeit zu haben, aber was soll's. Irgendwie ist das eine dieser Situationen, in denen man einfach darauf vertraut, dass sich alles ergeben wird; in denen man sich selber sagt, dass alles okay ist, wenn man plötzlich mal wieder Stress schiebt.

Thanksgiving

Diesen Post hab ich schon vor ca. zwei Wochen geschrieben und total vergessen, ihn zu veröffentlichen. Na ja, besser spät als nie :) Mit dem Post zur 3. Monatsreview bin ich schon so spät dran (wäre ja eig. vor 3 Wochen fällig gewesen), dass ich schon überlegt habe, sie auszulassen... Fand ich dann aber irgendwie doch doof, da ich ihn schon quasi geschrieben hatte. Also werde ich sie wahrscheinlich einfach morgen verspätet veröffentlichen.


Inzwischen ist auch schon Thanksgiving vorbei. Da sich viele nicht vorstellen konnten, wie das so abläuft, dachte ich, ich schreibe mal kurz etwas darüber. So aufregend ist das auch gar nicht. Wir hatten anlässlich des Feiertages die ganze Woche schulfrei. Über die Zeit haben uns die Verwandten meiner Gastmama aus Pennsylvania beuscht. Donnerstag, am Thanksgiving Day, haben wir dann noch Besuch von einigen anderen Verwandten bekommen. Dazu gab es Unmengen an Essen. Wir hatten natürlich einen Truthahn, Kürbiskuchen und Sweet Potatoes. Es gab so viel Essen, dass ich von allem nur einen kleinen Bissen probiert habe und hinterher  trotzdem so voll war, dass ich bis zum nächsten Morgen nichts mehr Essen konnte. Oh, und die Nachspeisen habe ich gar nicht mehr geschafft, zu probieren. Danach war mir auf jeden Fall klar, warum mir jeder vorher gesagt hat: It's basically all about food. 
Das beste aber: Am Wochenende nach Thanksgiving wurde bei vielen (auch bei uns) der Tannenbaum aufgestellt, die Weihnachtsdeko herausgeholt und der ganze Vorgarten dekoriert. So richtig übertrieben, wie man es aus dem Fernsehen kennt. In meiner Nachbarschaft engagieren die meisten Leute dafür sogar Firmen. Ich hoffe, ich habe vor Weihnachten abends einmal Gelegenheit, Fotos davon zu machen und hochzuladen! 
Die Innenstadt wurde übrigens auch dekoriert. Das coolste daran ist, dass es einen speziellen Radiosender gibt, dessen Musik genau mit dem Blinken der Lichter zusammenpasst. Wenn man also mit dem Auto entlangfährt, um sich die Lichter anzuschauen, schaltet man den einfach ein und es ist quasi wie eine Light-Show mit Soundeffekten. 

Mittwoch, 26. November 2014

Falls ihr euch wundert: Ja, ich hab inzwischen gemerkt, dass die Videos in Deutschland wohl nicht gehen. :/ Ich werde mal versuchen, einen anderen Weg zu finden, die irgendwie hochzuladen oder so.
Es ist jetzt offiziell: Das Wetter in Texas ist verrückt. Nachdem es vorletzten Montag ja Schnee gab, konnte man einige Tage später bis abends wieder im T-Shirt rumlaufen. Gestern früh hatten wir um die 0 °Celsius, mittags war es in einem dünnen Sweatshirt aber schon wieder deutlich zu warm....
Ich hoffe, ich komme morgen oder so dazu, die Review für den 3. Monat zu schreiben :)
Auch ein Post  über Halloween habe ich schon seit Wochen geplant, nur die Fotos habe ich leider noch nicht :/

Sonntag, 16. November 2014

Update

Nur kurze Neuigkeiten! Vorletzte Woche war noch T-Shirt und kurze Hose Wetter und gerade hat es angefangen zu schneien: it's official, Texas' weather is unpredictable! ❄️

Prosper Rumble

Hallo ihr Lieben,

vorletzten Freitag hatten wir die für dieses Semester vorerst letzte Pep Rally, da die Footballsaison vorbei ist. Ich habe euch bevor ich die Schule gewechselt habe ja schon mal versucht zu erklaeren, was eine Pep Rally ist. An meiner neuen Schule laufen die allerdings ein wenig anders ab, der School Spirit ist hier insgesamt noch viel ausgepraegter. Seit letztem Jahr gibt es jedenfalls eine Art spezielle Pep Rally, genannt Prosper Rumble. Den richtigen habe ich leider verpasst, aber wir haben ihn auch bei den anderen Pep Rallys gemacht, sodass ich immerhin einen Eindruck davon hatte. Hier ist der Link zum Prosper Rumble von diesem Jahr, als ich das Video an meinem ersten Tag an Prosper High gesehen habe, fand ich es seltsam, aber wenn man dabei ist macht es echt viel Spaß! :D
https://www.youtube.com/watch?v=XWheT6NDpYU

Hier ist noch ein anderes Video, was von den Footballspielern gedreht wurde. Das Football Team hatte nämlich einen ziemlich miesen Start dieses Jahr (und es ging danach auch nicht unbedingt besser weiter :D) Aber um zu zeigen, dass sie das ganze nicht zu ernst nehmen, ihr bestes geben und die Leute manchmal vergessen, dass diese ganze Sports-competition, die hier wirklich ernst genommen wird, irgendwo auch “nur ein Spiel” ist, haben sie dieses Video gedreht.
https://www.youtube.com/watch?v=jZjLkHmyZ2w

Montag, 27. Oktober 2014

Homecoming 2.0

Da meine neue High School so ziemlich die letzte war, die mit Homecoming dran war, hatte ich die Gelegenheit, es nochmal zu erleben! Meine Gastschwester, zwei Freundinnen von ihr und ich haben uns am frühen Abend fertig gemacht, haben dann Fotos gemacht, waren mit noch anderen Leuten beim Italiener und danach beim Dance in der Schule. Die meisten Amerikaner sind von Homecoming nicht unbedingt begeistert. Da es das bei uns aber nicht gibt, war es natürlich für mich eine coole Erfahrung. Auch wenn ich zustimme, dass der ganze Dress up-Teil am meisten Spaß gemacht hat. Mit dem Dance in der Schule ist meistens keiner so richtig zufrieden, was schon daran liegt, dass man nie den Musikgeschmack von 1000 Leuten gleichzeitig treffen kann, sodass auch nicht unbedingt alle Leute tanzen. Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall! :)




 

2nd month - review

Kaum zu glaube, dass ich schon 2 Monate von zu Hause weg bin. Viel zusammenzufassen gibt es eigentlich gar nicht; das größte Ereignis war eindeutig der Gastfamilien- und Schulwechsel, worüber ich ja schon ausführlich berichtet habe. Was gibt es sonst zu erzählen? Mein Englisch hat sich auf jeden Fall schon deutlich verbessert, manchmal denken Leute, ich sei aus einem anderen Staat hergezogen und nicht aus Deutschland. Auch wenn es inzwischen schon nervig ist, auf Deutsch zu denken/schreiben, bin ich ziemlich froh, noch den Kontakt zu meiner Familie zu haben und hier zu bloggen, da ich beim Skypen doch gemerkt habe, dass ich anfange, deutsche Wörter oder Ausdrücke zu vergessen. Und wenn mir jemand auf die Sprünge hilft, habe ich das Gefühl, dass sich Dinge unheimlich seltsam anhören.
Zugenommen habe ich trotz des fettigen Essens auch noch nicht :D (glaube ich), obwohl ichdeutlich ungesünder esse. Aber zum Glück kocht und backt meine Familie sehr gerne, das ist eindutig besser als Fast Food! Und wir haben sogar Brot, was irgendwo zwischen Vollkorntoast und Mehrkornbrot liegt. Viel mehr fällt mir im Moment eigentlich nicht, also höre ich mal auf, mit langweiligen Fakten zu langweilen :D

Freitag, 24. Oktober 2014

Prosper High School

Hallo ihr Lieben,

inzwischen bin ich schon mehr als zwei Monate hier und habe den Post über Schule in Amerika jetzt aber erstmal nach hinten verschoben, weil ich durch den Schulwechsel nochmal andere Eindrücke bekomme und im Moment weniger allgemeine Aussagen treffen kann.
Was ich aber schon sagen kann ist, dass es mir an der neuen Schule auch gut gefällt! Sie ist deutlich kleiner, statt über 3000 Schülern sind es jetzt nur noch um die 1800, was ich als angenehm empfinde.
Außerdem war es ganz cool, die Gelegenheit zu haben, meine Fächer nochmal neu zu wählen. Mein Stundenplan sieht jetzt folgendermaßen aus:
A-Days:
1st - Spanish 1
2nd - PreAP Algebra 2
3rd - Theatre 2
4th - Dance 2

B-Days:
5th - Photojournalism
6th - Culinary Arts
7th - U.S. History
8th - English 3

Montag und Mittwoch ist immer A-Day, Dienstag und Donnerstag B-Day und Freitage wechseln sich zumindest theoretisch ab.
Meine Stunden sind hier jetzt immer 90 Minuten lang, dem zu Folge habe ich genau so viel Unterricht wie zu Hause. Lunch ist immer zu verschiedenen Zeiten während der 3. bzw. 7. Stunde. An A-Days habe ich nach 30 min der 3. Stunde Lunch und an B-Days nach 60 min der 7. Stunde.
Vor zwei Wochen hatten wir an unserer High School die 3. (für mich 1.) Pep Rally, bei der alle Austauschschüler am Ende in die Mitte der Sporthalle mussten und sich vor der Schule vorstellen. Es war gar nicht so schlimm, wie ich es erwartet habe, auch wenn es ein wenig seltsam war, weil man in den Tagen danach doch ab und zu das Gefühl hatte, angestarrt zu werden :D
Es ist natürlich schon schwierig, dass ich jetzt durch den Schulwechsel wieder ganz von vorne anfangen musste, man wieder ohne Freunde ist usw. Trotzdem bin ich aber sehr froh, die Entscheidung getroffen zu haben, weil es mir insgesamt jetzt einfach sehr viel besser geht und gefällt! :)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Dallas Mavericks

Hallo ihr Lieben,

nach dem ganzen tiefgründigen Kram hier mal wieder ein etwas interessanterer Post: Habe völlig vergessen, euch zu erzählen, dass ich letztes Wochenende beim Spiel der Dallas Mavericks war! (Falls ihr es nicht wisst: Da spielt auch Dirk Nowitzki! *-*) Wir waren mit der ganzen Familie da und es war ein echt cooles Erlebnis, ich persönlich finde Basketball um Einiges spannender als Football :D

Mit meiner 15-jährigen Gastschwester Melea vor dem Spiel :)
 

Am Ende haben "wir" die Pacers allerdings 106 zu 98 geschlagen!

Dienstag, 14. Oktober 2014

1 week

Eine Woche lebe ich jetzt schon mit meiner neuen Familie - und ich liebe sie! Ich habe mich vom ersten Tag unglaublich wohl gefühlt. Ich habe jetzt neben meinem Gastvater, der auch als Counselor an meiner High School arbeitet, und meiner Gastmutter noch eine 15-jährige und eine 12-jährige Gastschwester und einen 7-jährigen Gastbruder, mit denen ich mich sehr gut verstehe! Auch wenn natürlich hier nicht immer alles perfekt sein wird - in welcher Familie ist es das schon? - mir geht es so viel besser jetzt, ich habe kein Heimweh und zähle auch nicht mehr die Wochen bis ich wieder zu Hause bin.